Samstag, 14. Oktober 2017

Märchenhaftes Circus-Varieté


Ich freue mich sehr, dass ich in diesem Herbst auch bei einer ganz besonderen Veranstaltung erzählen darf: dem Circus-Varieté in Wien. In nostalgischem Rahmen werden die Darstellerinnen und Darsteller eine "Reise um die Welt" (frei nach Jules Verne) gestalten und die Besucher qeuer durch Zeit und Raum mit sich entführen...

Mittwoch, 27. September 2017

Odysseus ist gelandet!

Die allererste Ur-Premiere ist über die Bühne gelaufen - und weil es so schön war, gibt es hier einen klitzekleinen Mitschnitt von unserer ersten Reise:

Außerdem freuen wir uns, dass wir unseren Helden auch im November in Graz auf die Reise schicken dürfen, nämlich am 23. und 30 November im TaO.

Jeweils vormittags um 10 Uhr (speziell für SchülerInnen) und abends um 19 Uhr.

Sagen in Stübing und Märchen mit Herz

Wenn draußen der Nebel übers Land zieht, und es immer kälter wird, hat man von Altes her das Bedürfnis, sich gemütlich zusammenzusetzen und einander Geschichten zu erzählen. Deshalb freut es mich, dass ich auch heuer wieder in Stübing, am 15. Oktober, einige Sagen und Märchen rund ums Handwerk erzählen darf.


 Am 13. Oktober wird es in Graz auch Geschichten mit ganz viel Herz geben, nämlich bei der Benefizveranstaltung für Herzkranke Kinder im Hotel Erzherzog Johann.


...und hier eine kleine Kostprobe von einem Märchen, das ich erzählen werde:

Das geteilte Herz


Einmal, wer weiß wann es war, da musste ein junger Mann in den Krieg ziehen.
Wie so viele war er nicht gefragt worden – und wie so viele wollte er nicht gehen. Denn er hatte ein Mädchen, das er sehr liebte und zu seiner Frau machen wollte, und er hatte eine Mutter, die ihn sehr liebte. Der junge Mann wusste, dass er keine Wahl hatte, doch er hatte Angst, dass er als ein anderer aus dem Krieg heimkehren würde; als jemand, den seine Mutter nicht mehr kennen wollte, als jemand, den sein Mädchen nicht mehr lieben wollte. So ging er zu einer weisen Frau und fragte sie, was er denn tun könne, damit er als Derselbe wieder aus dem Krieg heimkehre.
Du musst ein Stück von deinem Herzen hier lassen,“ antwortete die Alte. „Dann kommst du sicher wieder zurück und alles Böse, das dir begegnen wird, kann dich nicht zu einem Anderen machen.“
Aber wie kann ich ein Stück von einem Herzen hier lassen?“, fragte der junge Mann.
Ganz einfach,“ erwiderte die weise Frau. „Du musst nur ein scharfes Messer nehmen und es dir in die Brust stoßen, hier, genau hier, wo dein Herz unter den Ripen zuckt. Kein Laut darf über deine Lippen kommen, wenn das heiße Blut dir über den Leib rinnt und du dir ein Stück von deinem Herzen aus deiner eigenen Brust schneidest.“ ...

Freitag, 18. August 2017

Odysseus auf Durchreise


Es gibt ein neues, absolut episches, Erzählprogramm, das ich zusammen mit der wundervollen MARIOU gestalten darf: 





Wer meint, alles Lesenwerte über Odysseus hat ohnehin Homer bereits geschrieben, der irrt sich!
In "Odysseus auf Durchreise" kommen endich einmal alle Frauen zu Wort, denen der berühmte Held unterwegs so begegnet ist: von Penelope (die er vorsichtshalber zuhause zurücklässt), über die schöne Helena, die vegane Kirke, seine tote Mutter oder die wilde Skylla, bis hin zu Melantho (und noch mehr) reicht dieser etwas andere Reisebericht.

WICHTIG: Das Programm ist ausgelegt, dass es ganz unkompliziert an Schulen gespielt werden kann. Wenn Sie also Interesse daran haben, Odysseus und seine Frauen ins Klassenzimmer zu holen, nehmen sie einfach Kontakt mit uns auf!



Mittwoch, 19. Juli 2017

Die Unsichtbare - ein Schreibversuch

Der Sommer ist da, es sind Ferien - und endlich habe ich (neben zahlreichen anderen Projekten, auf die ich mich schon unheimlich freue!!) auch wieder den Kopf frei, um einfach so drauf los zu schreiben. Aktuell sind es alleridngs weniger Märchen, die bei mir herumgeistern, sondern einfach mal was anderes. Hier der Beginn; ich bin selbst schon gespannt, in welche Richtung sich diese Geschichte weiterentwickelt. Einfach so - zum Spaß.


Grau und grün flog die Landschaft an ihr vorbei, ein hypnotischer Wirbel aus torfigen Hügeln und schwarzen Seen unter einem grauen, schweren Himmel. Sie wusste nicht mehr, wie lange sie schon unterwegs war, wie lange sie jeden Stein unter den Rädern der Kutsche nur noch als dumpfen Schlag spürte, der es ihr unmöglich machte, etwas zu lesen oder gar eine Handarbeit anzufangen. Mit den Mitreisenden, die hier und da zugestiegen waren, und lediglich einen fragenden Blick auf ihren Gehstock geworfen hatten, hatte sie kaum ein Wort gewechselt.

Was hätte man mit einer wie mir auch reden sollen. Ich weiß, wie ich aussehe, dass ich keine „elegante Erscheinung“ bin oder einen Hauch von „Großer, weiter Welt“ an mir habe. Ich saß nur stumm in meiner Ecke im Wagen und starrte auf die Landschaft hinaus. Wohin meine Gedanken flogen, geht niemanden etwas an. Was ich zu sagen habe, interessierte keinen – also warum hätte jemand sich die Mühe machen sollen, mit mir eine Konversation zu beginnen. Hätte jemand mit Jane Eyre zu plaudern begonnen, als sie auf dem Weg nach Thornfield war? Wer hätte also mit Mildred Wiseman reden sollen, während sie auf dem Weg nach Castle Mar war.

Seit der kurzen Rast zu Mittag, bei der man ihr lediglich eine ranzig schmeckende Pastete und schalen Wein vom Vortag vorgesetzt hatte, hatte sie den Wagen nicht mehr verlassen. Der Kutscher hatte offenbar eine Vorliebe für den schlechten Wein des Wirts gehabt und es nach der Rast kaum noch auf den Kutschbock geschafft, während allein die Pferde offenbar sehr zufrieden mit ihrer Verpflegung waren und fröhlich weiter trabten ohne auf die Lenkversuche ihres Herrn zu achten.

Müde starrte ich aus dem Fester und fragte mich, wie lange es noch dauern würde, bis wir endlich Castle Mar erreichten. Ich hatte wenig Lust, noch eine weitere Nacht in einem Gasthaus an der Straße verbringen zu müssen, zumal ich ohnehin kaum mehr ein paar Pfund bei mir hatte und auf den Genuss ungewaschener Bettwäsche durchaus verzichten konnte; außerdem freute ich mich darauf, endlich meine neue Stellung anzutreten. Egal wie anstrengend die Arbeit sein würde, es war etwas Neues, ein Hauch von Freiheit, den ich nach den langen Jahren in St. Claires nicht vorüberziehen lassen wollte. Allerdings hatte ich kaum Einfluss auf den Zustand der Straße und meines Fahrers und mir blieb nichts anderes übrig, als mich gottergeben beidem anzuvertrauen und auf das Beste zu hoffen.
Nachdem ich mit etwa neunzehn Jahren mein Elternhaus verlassen hatte, um für ein paar Monate bei einer bekannten Familie als Gouvernante tätig zu sein, ehe sie nach Wien zurückzogen, hatte ich mein Zuhause nicht mehr betreten; wahrscheinlich fiel es mir deshalb so leicht, die vertraute Enge von St. Claires gegen die unbekannte Weite einer schottischen Grafschaft einzutauschen. Ich weiß, dass mein Vater froh gewesen war, mich endlich aus dem Haus zu haben, immerhin war es ihm immer ein bisschen peinlich gewesen, wenn seine Gäste mich zu Gesicht bekamen – und so sehr ich mich auch bemühte, ich konnte mich nicht vollkommen unsichtbar machen. 


Über Ideen, konstruktive Kritik oder schlicht Feedback würde ich mich freuen :) 

Montag, 19. Juni 2017

Ein Trailer zum Buch - Culm 27 v.Chr.


Es gibt ja üblicherweise Trailer zu Filmen - aber diesmal auch zu einem unheimlich mitreißend spannenden Roman!! Ein antiker (keltischer) Blick vom Kulm herab auf eine Welt, die gerade dabei ist, ein neues Kapitel aufzuschlagen.

...und ganz am Rande - ich habe in dem Trailer mitgewirkt...



Donnerstag, 25. Mai 2017

Ruhm und Ehre für den König - Grazia 2017

Es freut mich an dieser Stelle unheimlich, dass der Roman "Ultimus Ultimorum" nicht nur inzwischen einige LeserInnen gefunden hat, sondern auch den GRAZIA Ehrenpreis der Stadt Graz 2017 gewonnen hat!