Montag, 22. Februar 2016

Werwölfe in der Zeitung!

Diesmal echt kein Märchen: Das Werwolf-Krimi-Projekt, das ich mit dr 3c Klasse gestalten durfte, schlägt hohe Wellen. Hier der doppelseitige (!!!) Bericht in der steirischen Kronenzeitung vom Mittwoch, dem 17.2.2016.

Aber nicht nur in die Zeitung schafften es meine tollen Schülerinnen und Schüler - am 17.2. wurde außerdem ein kurzer Beitrag auf Sservus-TV ausgestrahlt! Die Dreaharbeiten inspirierten zu verschiedenen witzigen und interessanten Texten, u.a. diesen:

Ein Gedicht von Lea Weiß & Katharina Wolf

 

Nun war es endlich soweit,
die ganze Klasse war bereit.
Da kam er zur Tür herein,
und alle fingen an zu schrei'n.
Die Kamera lief,
und das Dorf schlief.
Es war Nacht, 
und sogleich wurde die Tat vollbracht. 
Einer nach dem anderen starb,
der Totengräber grub selbst sein Grab.
Da kam die Linse auf uns zu,
die ließ uns heute keine Ruh'.
Dann ging es ab ins Klassenzimmer,
dort war es fast wie immer.
Die Freude war groß,
und so ging erneut das Schreiben los.
Man schrieb den einen oder anderen Text,
"Wie wurde die Jägerin noch schnell verhext?"
Beim "Moser" waren wir dann auch, 
das wird bei uns schon fast zum Brauch.
Da war es auch schon aus, 
und der Kameramann ging nach Haus.

 Der Kameramann von Servus-TV (Alois Hofer, Claudia Lind und Leonie Schwarz)

Am Montag, dem 08.02.2016, kam unsere Deutsch-Professorin außer Atem in unsere Klasse gestürmt und hat uns noch vor der bevorstehenden Stunde gebeichtet, dass am Mittwoch, dem 10.02.2016 ein Kameramann vom Servus-TV kommen wird und den Ablauf der Geschichte aufnimmt.
Am entscheidenen Tag tauchte dann ein echt lustiger und humorvoller Kameramann auf, mit dem wir echt gute Aufnahmen schnitten. Wir stellten Szenen vom Titel bis zur Bearbeitung der Geschichten nach. Diese "Opferung" der Deutsch-Stunde hat sich total ausbezahlt. :) 
Alle - ohne Ausnahme - beteiligten sich mit voller Konzentration und Hingabe, damit ein supertoller Bericht entsteht. Anton, Jakob und Alois (also ich)* haben außerdem die Gerätschaft des Kameramanns genau unter die Lupe genommen, und den Herrn in den kleinen Drehpausen mit technischen und auch viele andere Fragen überhäuft, dem es sichtlich taugte, gefragt zu werden. :) Zum Schluss waren alle Froh, dass alles wie geschmiert abgelaufen war und haben die kommenden Unterrichtsstunden gelassen und cool gemeistert, weil wir wussten, dass bald ein perfekter und super cooler Bericht im Fernsehen erscheinen wird. :D  :)


Mittwoch, 3. Februar 2016

Die anderen Bremer Stadtmusikanten


Musikeranleitung

Musik ist eine schöne Sache. Leider sind aber manche Musiker, besonders wenn sie in ländlichen Musikkapellen spielen, dem holden Alkoholkonsum so weit verfallen, dass man sie zwar nicht zur Riege der volltrunkenen Musiker zählen kann, sie aber dennoch nicht über das ländliche Mittelmaß, vermengt mit einem Hauch ländlichen Talents hinwegspielen können.
Auch die Große Zahl der Musiker in einer ganzen Musikkapelle könnte dem insgesamten Musikerlebnis abträglich sein, zumal bei einer größeren Menge von Instrumentenspieler auch die statistische Häufigkeit von eventuell falschen Tönen steigt. Deshalb wollen wir uns im Folgenden einem Quartett zuwenden.

Ein Quartett ist eine Zusammenstellung von vier Musikern, die zwar meist verschiedene Instrumente aber nahezu immer dasselbe Stück spielen. Auch haben sie sich in den meisten Fällen auf eine Tonart, abgesehen von den Eigenheiten transponierender Instrumente, eine Taktart, Taktzahl, Tempo und Dynamik geeinigt. Wo das nicht der Fall ist, spricht man entweder von avantgardistischer Musik, oder einem Patzer.

Unser Quartett, wie wir bald sehen werden, ist jedoch eher der Avantgarde verschrieben, oder die Musiker beherrschen ihre Instrumente nur so peripher, dass sie sich vorsichtshalber der Avantgarde zuschreiben, um nicht ihre falschen Töne als falsch deklarieren zu müssen, sondern jeder Patzer unter "künstlerische Freiheit" fällt.
Die Laute (eine etwas birnenförmige Gitarre) spiele ein Esel mit einem, vom Schweren-Mehlsäcke-Schleppen unter der groben Hand eines fetten Müllers, halb gebrochenem Kreuz und schlechten Zähnen.
Die Pauke wird einem Hund überlassen, dessen Zähne mittlerweile ebenfalls die Konsistenz von morschem Holz aufweisen, und der für die Jagd zu blind und zu taub ist.
Für die zarten Klänge der Nacht - welche auch immer das sein mögen, beziehungsweise welches Instrument auch immer man sich dafür vorstellen möchte – wird eine schon seit mehreren Jahren mäuseabstinente Katze eingestellt, die Schwanzhaare vom Ofen etwas versengt. Zähne sind vorhanden, aber stumpf.
Für das Melodieinstrument nehme man schließlich noch einen Hahn, wenn möglich impotent und bereits zu zäh für die Suppe, sodass dem Bauern kein großer Verlust dabei entsteht.

Dieses Quartett wird sodann durch die Welt ziehen und versuchen, sich an Straßenecken ein bisschen Geld zu verdienen, sollte dieses Vorhaben jedoch scheitern, wird es sich in den Wald schlagen und dort, spät in der dunklen Nacht auf ein Räuberhaus stoßen, welches zunächst für eine Herberge gehalten wird. Dieser Irrtum wird aber rasch entdeckt.
Das Quartett beschließt also den Räubern zur Freude eine akrobatische Vorführung zu geben und sie stapeln sich der Größe nach aufeinander, wobei der Hahn zuoberst montiert wird. Die musikalische Einlage, die in dieser Formation erfolgt, veranlasst die Räuber ihr Haus fluchartig zu verlassen, sodass sich die Musiker nun darin einquartieren und sich an den Speisen und Getränken gütlich tun können und anschließend jeder nach seiner Art es sich bequem macht.

Als die Musik verklungen ist, wollen die Räuber aber die Hausbesetzer wieder loswerden. Leider werde sie jedoch daran scheitern, dass sie die Augen der Katze mit glühenden Hexenkohlen, einen Hundebiss mit dem Angriff eines Messerstechers, einen Eselstritt in den Hintern mit einer Tracht Prügel und den Schrei des Hahns mit den Worten göttlicher Gerechtigkeit verwechselten. Dies hat zur Folge, dass sie abermals Hals über Kopf den Wald verlassen und der Exekutive in die Arme rennen werden, welche aus verschiedenen bereits erfolgten Anzeigen die Männer als Räuber erkennen und einsperren wird.
Somit könnte man sagen, dass die Musik einmal mehr dem Recht zu seinem Recht verholfen hat…muss man aber nicht.